MES rollout

Steelcase stellt seine Materialflusssteuerung auf dmaic MES um

Steelcase ist ein globaler Design- und Thought Leader in der Arbeitswelt. Seit über einem Jahrhundert entwickelt und produziert das Unternehmen Einrichtungen und arbeitet mit führenden Organisationen weltweit zusammen, um Möbel und Lösungen für die vielen Orte zu schaffen, an denen Arbeit stattfindet – darunter Bildungseinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen und das eigene Zuhause.

Durch umfangreiche Forschung liefert Steelcase Erkenntnisse und Designinnovationen für Kunden auf der ganzen Welt. Gleichzeitig engagiert sich Steelcase für Menschen und den Planeten und nutzt seine Geschäftstätigkeit, um dazu beizutragen, dass die Welt besser arbeiten kann.

Am Produktionsstandort Rosenheim betreibt Steelcase unter anderem ein Aufteilungszentrum mit angebundenen Bearbeitungs- und Materialflusssystemen. Im Rahmen eines Retrofit-Projekts wurden dort Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt und neue Systemlösungen implementiert.

Modernisierung der Steuerungsprozesse im Minimalzeitfenster

Im Aufteilungszentrum sollten zentrale Steuerungsprozesse modernisiert und auf eine übergeordnete, zukunftssichere Systemarchitektur gehoben werden.

Das Projekt konzentrierte sich auf folgende Bereiche:

• Flächenlager
• Zuschnitt/Nesting
• Kommissionieranlage

Für die finale Implementierung vor Ort stand unserem Team ein enges Zeitfenster von 14 Tagen zur Verfügung. Jede Verzögerung hätte unmittelbar zu ungeplanten Produktionsausfällen geführt.

Durchgängige Materialflusskoordination über das MES

Im vorgegebenen Projektzeitrahmen wurde das gesamte Steuerungssystem erfolgreich auf das dmaic MES transformiert. Das MES übernimmt nun die übergeordnete Koordination sämtlicher Transportaufträge inklusive:

• Start- und Ziellogik
• Koordinaten und Geschwindigkeitssteuerung
• Intelligenter Pufferlogik
• Stabiler Materialflusskoordination über alle Bereiche

Zusätzlich ermöglicht die neue Systemarchitektur nun den parallelen und unabhängigen Betrieb von zwei Portalen innerhalb der Transportlogik. Transportaufträge werden koordiniert, ohne dass sich die Portale gegenseitig blockieren oder ausbremsen. Ein weiterer wesentlicher Effekt:
Die Ausschussquote wurde deutlich reduziert. Die materialabhängige Parametrisierung ermöglicht einen effizienten Transport und beugt Beschädigungen der Platten zuverlässig vor. Darüber hinaus können nun zusätzliche Pufferplätze systematisch genutzt werden, die zuvor technisch nicht integriert waren. Dadurch wurde die Flexibilität im Materialfluss erhöht und Lastspitzen werden effizient abgefangen. Die durch die erweiterte Puffernutzung zusätzlichen entstehenden Stapel werden dabei automatisch in die integrierte Verschnittoptimierung überführt. Eine separate Optimierung dieser Stapel entfällt. Das reduziert den manuellen Aufwand und senkt den Verschnitt signifikant.

Mithilfe der vorgelagerten virtuellen Inbetriebnahme konnte das System im Vorfeld vollständig getestet und abgesichert werden. Das professionelle Projektmanagement auf der Seite von Steelcase und die enge Zusammenarbeit mit Mechatronik Austria als erfahrenem PLC Partner haben erheblich zur erfolgreichen Umsetzung beigetragen.

 

30% Leistungssteigerung in der Materialflusssteuerung

Nach erfolgreicher Inbetriebnahme läuft das System stabil im Livebetrieb. Die Umstellung erfolgte ohne Produktionsunterbrechung und mit klar messbarem Leistungsgewinn. Die erzielte Leistungssteigerung basiert auf reduzierten Materialverlusten, optimierter Ressourcennutzung und einer durchgängigen Prozessstabilisierung. Damit wurde nicht nur die Performance erhöht, sondern auch die wirtschaftliche Effizienz des Gesamtprozesses nachhaltig verbessert.