MES rollout

Nahtloser Datenfluss und durchgängige Vernetzung

Febrü Büromöbel GmbH zählt zu den führenden deutschen Herstellern hochwertiger Einrichtungslösungen für moderne Arbeitsumgebungen.

Das Unternehmen aus Herford setzt seit mehreren Jahren auf das dmaic MES und hat die Lösung zwischenzeitlich tief in alle relevanten Produktions- und Logistikbereiche integriert.

Auf 65.000 m² zeigt Febrü exemplarisch, wie sich ein MES unterbrechungsfrei über alle Ebenen des Shopfloors etablieren lässt. Die Vollintegration des Systems an sämtlichen Arbeitsstationen schafft für die Fertigungsleitung vor allem zwei wesentliche Voraussetzungen: Transparenz über das laufende Geschehen in der Produktion und die Möglichkeit, auf Basis aktueller Informationen opterativ zu steuern. Über Jahre hinweg wurden Prozesse stetig gemeinsam weiterentwickelt, digitalisiert, Module sukzessive erweitert und Innovationen implementiert Der Shopfloor glänzt mit lückenloser Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Werkstücks vom ersten Moment, in dem es in der Produktionshalle ankommt.

Transparenz und Rückverfolgbarkeit im Shopfloor

Die Echtzeit-Rückmeldungen am Arbeitsplatz erfolgen via Scan. Die dafür erforderlichen Barcode-Etiketten werden am Terminal vom System selbst erzeugt und gedruckt. Das bedeutet auch, dass jede einzelne Bewegung und Verarbeitung auf den Arbeitsbildschirmen im Shopfloor sowie an den Büroplätzen transparent einsehbar ist. Diese Echtzeitdaten liefern wichtige Informationen für alle nachfolgenden Planungs- und Bearbeitungsprozesse.

Digitale Lagerprozesse und effizienter Materialfluss

Die digitalen Rückmeldungsprozesse setzen sich nahtlos im Lager fort. Mitarbeitende kommissionieren auf Android-Geräten und melden Lagerbewegungen zurück, während sie mit Arbeitsanweisungen auf dem Screen durch den Prozess geführt werden. Die 3D-Lagersteuerung und das Warehouse-Management vereinfachen zusätzlich eine effiziente Kapazitätsnutzung und ermöglicht schnelle Bestandsabfragen an den Lagerplätzen sowie einen reibungslosen Materialfluss. Sollten doch Störungen im Materialfluss, hohe Nacharbeitungsquoten oder Bottlenecks auftreten, sehen es die Verantwortlichen auf einen Blick am Arbeitsplatz und können direkt auf die Ursache einwirken. KPI-Dashboards ermöglichen zusätzlich aussagekräftige Berichte, die in wenigen Sekunden exportiert werden können, sodass Entwicklungen vergleichbar werden. Das gilt auch für die operative Ebene, auf der Zielsetzungen über webbasierte Dashboards kommuniziert werden. Diese zeigen den Mitarbeitenden direkt am Arbeitsplatz, ob die Liefertreue des nächsten Auftrags eingehalten wird.

Operative Steuerung in Echtzeit mit KPI-Dashboards

Ergänzt wird diese Echtzeitsteuerung durch ein Planungsmodul, das manuelle Eingriffe in die Bearbeitungsreihenfolge der Aufträge ermöglicht. Insgesamt entsteht durch diese Verzahnung digitaler Werkzeuge ein Produktionsumfeld, in dem Informationen nicht nur verfügbar sind, sondern aktiv zur Steuerung und kontinuierlichen Optimierung der Abläufe genutzt werden. Dank des modularen Aufbaus und der optimal aufbereiteten Datengrundlage, lassen sich Neuerungen in kurzen Zeitrahmen implementieren und aufeinander aufbauen.

Eine der jüngsten Neuimplementierungen beinhaltet den webbasierten Wartungsmanager der die präventive Instandhaltung systematisiert und Maschinenstillstände durch vorausschauende Wartungsplanung minimiert. Die Vorteile dieser MES-Struktur zeigen sich in der täglichen Praxis auf mehreren Ebenen: Papierprozesse wurden vollständig eliminiert, was nicht nur administrative Aufwände reduziert, sondern auch die Fehleranfälligkeit und verlorene Dokumente ausschließt. Suchprozesse, die früher einen erheblichen Anteil der Arbeitszeit beanspruchten, entfallen nahezu vollständig – jedes Teil, jeder Auftrag und jeder Hordenwagen ist im System lokalisierbar.

End-to-End-Integration für fehlerfreie Abläufe und termingerechte Verladung

Ein anschauliches Beispiel ist die Verladungszone. Dort werden nicht nur die Aufträge aufgelistet, die einer Tour zugeordnet sind, sondern auch deren aktueller Bearbeitungsstatus in Echtzeit sichtbar gemacht. Die Mitarbeitenden in der Verladung sehen sofort, welche Positionen bereits kommissioniert wurden, welche sich noch in der Fertigung befinden und wie weit der Verladungsvorgang bereits fortgeschritten ist. Diese Transparenz ermöglicht eine präzise Priorisierung und verhindert Wartezeiten durch unvollständige Sendungen. Die technische Grundlage dafür bildet die Systemarchitektur bei der das MES nahtlos mit dem ERP-System und der CAD-Lösung verknüpft ist. Diese Integration ermöglicht einen vollständig digitalen Datenfluss vom Auftragseingang über die Konstruktion bis zur Fertigung und Auslieferung, ohne manuelle Übertragungsschritte. Die resultierende Fehlerreduktion wirkt sich direkt auf die Kundenzufriedenheit aus, während gleichzeitig Kostensenkungen durch effizientere Ressourcennutzung und geringeren Nacharbeitsaufwand realisiert werden.