27. Februar 2026 in Industrie 4.0

Wie kriterienbasierte Reihenfolgenoptimierung Durchlaufzeiten messbar senkt

In vielen Fertigungsbetrieben steht der Wunsch im Mittelpunkt, Durchlaufzeiten zu verkürzen, Maschinenkapazitäten optimal auszulasten und die gesamte Produktionsperformance zu steigern. Vor dieser Herausforderung stehen sowohl Massenfertiger, aber vor allem auch Losgröße-1 Fertiger mit variantenreichem Produktportfolio und häufigen Rüstwechseln. Es gibt viele Stellschrauben, die einen Effekt auf Durchlaufzeit, Maschinenauslastung oder Gesamtproduktionszeit haben. In der Fertigung wirken unzählige Faktoren auf die Produktivität ein – von der Maschinenbelegung über die Materialverfügbarkeit bis hin zu Rüstzeiten und Auftragsprioritäten. Diese Zusammenhänge manuell zu berücksichtigen bedeutet enormen Aufwand, der oft von einzelnen Prozessexperten getragen wird und führt oft zu zeitraubenden Abstimmungen und Personenabhängigkeiten.

Fortschrittliche Planungssysteme schaffen hier Abhilfe, indem sie sämtliche relevanten Einflussgrößen automatisch bewerten und daraus eine optimale Reihenfolge für die Produktion ableiten.

Kostensparende Optimierung in der Feinplanung

Für die optimale Ausrichtung in der Feinplanung steht mit dsProSequence eine Lösung zur Verfügung, die als integrierter Bestandteil des MES entwickelt wurde. Das Modul ermittelt automatisch die effizienteste Bearbeitungsreihenfolge von Schnittplänen, Bauteilen oder Produkten und berücksichtigt dabei sämtliche relevanten Produktionsfaktoren die individuell festgelegt werden können. Die Priorisierung der Faktoren bleibt in der Hand der Produktionsleiter, während das Tool die Komplexität im Hintergrund zuverlässig beherrscht. Es bleibt weiterhin kontrollierbar, ob das System stärker auf kurze Durchlaufzeiten, minimale Rüstwechsel oder gleichmäßige Maschinenauslastung optimieren soll.

Einflussfaktoren automatisiert steuern

dsProSequenc ermöglicht es Planern, Rüstzeiten und Maschinenauslastung beispielsweise gleichzeitig zu priorisieren. Auf dieser Basis entsteht eine ausbalancierte Produktionsreihenfolge, die:

  • Durchlaufzeiten reduziert

  • Maschinenauslastungen verbessert

  • Bottlenecks vermeidet

  • die Gesamtleistung der Produktion verbessert

  • und Planungsaufwand minimiert

Produktivititätsgewinne mit messbarem Vorteil

Die Simulation einer realen Fertigungsumgebung zeigt, dass durch den Einsatz von dsProSequence die Gesamtproduktionszeit deutlich reduziert werden kann. Je nach Fertigungsstruktur und Variantenvielfalt lassen sich Durchlaufzeiten um messbare Prozentwerte senken und Engpässe signifikant verringern.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass eine datenbasierte Reihenfolgenoptimierung nicht nur Planungsaufwand reduziert, sondern die gesamte Produktionsleistung bedeutend verbessert.

Weitere Beiträge

19 Mai 2026

Mit dem offiziellen Projektstart beginnt die Zusammenarbeit zwischen Topakustik und dmaic in der Schweiz.Topakustik…

19 Mai 2026

In vielen Fertigungsbetrieben steht der Wunsch im Mittelpunkt, Durchlaufzeiten zu verkürzen, Maschinenkapazitäten optimal auszulasten…